Generalversammlung

23. Juli 2021
Rückblick auf ein mehrfach außergewöhnliches Jahr 2020.

Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ruhmannsdorf
Rückblick auf ein mehrfach außergewöhnliches Jahr 2020.

Im Gasthaus Fleischmann in Krailing begrüßte der Vorsitzende Mathias Eckl zur 148. Generalversammlung neben den Feuerwehrkameraden auch Bürgermeister Andreas Eckl und Kreisbrandmeister Thomas Penzkofer. Da aufgrund der Corona-Pandemie praktisch alle Vereinsveranstaltungen seit dem Frühjahr 2020 ruhen, viel der Bericht des Vorsitzenden entsprechend kurz aus. Der Verein umfasst derzeit 111 Mitglieder. Im März nahm man an der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes teil. Eine Ausnahme im Vereinsleben war die Veranstaltung eines corona-konformen „Gartenfest-To-Go“ im Oktober. Hierbei wurde an zwei Tagen, unter Einhaltung der Hygienebedingungen, jeweils ein Mittagessen zum Abholen vorbereitet. Das Angebot wurde von der Bevölkerung rund um Krailing/Ruhmannsdorf sehr gut angenommen, wofür sich Eckl nochmals herzlich bedankte. Die Planungen für das 150-Jährige Gründungsfest haben begonnen. Das Fest wird vom 16. bis 18. Juni 2023 stattfinden. Die über das Jahr erforderlichen Vorstandschaftssitzungen wurden per Videokonferenz abgehalten. Der lange geplante Vereinsausflug muss leider abermals verschoben werden und soll nun vom 1. bis 3. Oktober 2022 stattfinden.

Die Kasse wurde von Patrick Weber einwandfrei geführt, bestätigte Hans Wühr, der zusammen mit Paul Früchtl die Aufzeichnungen geprüft hatte. Die Versammlung erteilte anschließend einstimmig die Entlastung der Vorstandschaft.

Kommandant Andreas Früchtl berichtete von 27 aktiven Mitgliedern der Feuerwehr. Besonders erfreulich ist die steigende Mitgliederzahl in der Jugendgruppe, welcher nunmehr 7 Jugendliche angehören. Zuletzt trat Georg Kolmer der Feuerwehr bei. Der Ausbildungsstand der aktiven Mannschaft ist gut. Alle geplanten Lehrgänge auf Landkreisebene und an den Feuerwehrschulen mussten aber corona-bedingt leider verschoben oder absagt werden. Das Pandemiegeschehen hatte aber auch deutliche Auswirkungen im Betrieb der eigenen Feuerwehr. Früchtl berichtete über sechs Übungen auf Standortebene, darunter beispielsweise ein Feuerlöscher-Praxistraining und eine Hochwasser-Übung am Kraftwerk Höllensteinsee. Des Weiteren wurden drei Atemschutzübungen abgehalten. Die Einsatzzahlen waren 2020 mit vier Alarmierungen vergleichsweise gering. Zwei Verkehrsunfälle auf B85, ein Unwettereinsatz und ein Brandeinsatz waren zu verzeichnen. Das Jahr 2020 wird der Feuerwehr aber auch aus anderen Gründen in Erinnerung bleiben. Die Ersatzbeschaffung des Tragkraftspritzenfahrzeuges wurde auf den Weg gebracht und das neue, wasserführende Mittlere Löschfahrzeug wurde zwischenzeitlich bestellt. Damit einher ging die Ausstattung mit Atemschutzgeräten – ein Meilenstein in unserer Geschichte – wie Früchtl es bezeichnete. Die Atemschutzgeräte wurden bereits im Rahmen einer gemeindeweiten Sammelbestellung beschafft und sind seit Mai 2020 im Fahrzeug verlastet und einsatzbereit. Der Feuerwehrverein unterstützte die Ausstattung mit verschiedenen Einsatzmittel für die PA-Träger im Wert von 1500 €, darunter spezielle Einsatzhandschuhe, wofür sich Früchtl ausdrücklich bedankte.

In den letzten Jahren sind vermehrt Einsätze durch Naturereignisse wie Sturm, Starkregen oder Hitze zu verzeichnen. In diese Richtung müssen wir uns alle besser aufstellen, so Früchtl. Bei Starkregen und drohenden Überflutungen, können beispielsweise sofort verfügbare Sandsäcke von entscheidendem Vorteil sein. Kommandant Früchtl schlug vor, dass sich in diesem Punkt alle Feuerwehren der Gemeinde demnächst gemeinsam absprechen und organisieren sollten. Dankesworte am Ende seines Berichtes richtete Früchtl an Bürgermeister Eckl, die Verwaltung und den Bauhof der Gemeinde Prackenbach für die gute Zusammenarbeit. Weiterhin an die Vorstandschaft sowie an Jugendwart Patrick Weber, den Leiter des Atemschutzes Michael Fleischmann, den Gerätewart Manuel Weber und den stellvertretenden Kommandanten Martin Eckl.

Bürgermeister Andreas Eckl danke in seinem Grußwort für die Einsatzbereitschaft, die auch in diesen schwierigen Zeiten stets aufrechterhalten wurde. Mit Blick auf die beiden Fahrzeugenbeschaffungen, neben der Feuerwehr Ruhmannsdorf wird auch die Feuerwehr Moosbach wird mit einem Mittleren Löschfahrzeug ausgestattet, lobte er das erarbeitete Konzept und die gute Planung seitens der Feuerwehren. Die Auslieferung der Fahrzeuge wird für 2022 erwartet. Für die zukünftigen Herausforderungen ist die Feuerwehr Ruhmannsdorf gut gerüstet.

Kreisbrandmeister Thomas Penzkofer bekräftigte in seinem Grußwort den Vorschlag, sich künftig intensiver gegen die Folgen von Naturereignissen vorzubereiten. Am Beispiel der aktuellen Situation im Westen Deutschlands ist dies unumgänglich. Auch er freue sich über die rasche Beschaffung der beiden neuen Löschfahrzeuge, was für die Feuerwehren einen großen Schritt mit neuen Aufgaben bedeuten wird.

Für 40 ahre Vereinsmitgliedschaft wurden mit einer Urkunde geehrt: Eckl Ingrid, Eckl Johanna, Högerl Elisabeth, Schnitzbauer Helga, Walz Rudi und Wittmann Michael.

Für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden mit einer Urkunde geehrt: Brunner Englbert, Brunner Hans, Früchtl Hans.